Tour du Mont Blanc II durch Hochsavoyen von Courmayeur nach Chamonix

Tour du Mont Blanc, Teil II

Eine spektakuläre Trekkingroute von Chamonix im französischen Hochsavoyen nach Courmayeur im Aostatal in Italien, immer mit herrlichem Ausblick auf das höchste Bergmassiv Europas.

Vor zwei Jahren haben wir die Ostseite des Massivs, vor allem auf Schweizer Gebiet, begangen, und vom 26. August bis zum 1. September dieses Jahres vollendete eine kleine, aber feine Gruppe von 4 Sektionsmitgliedern mit dem Wanderleiter Klaus Dörrfuß hochmotiviert, konditionell stark und harmonisch zueinander passend die komplette Trekkingroute Tour du Mont Blanc. Alle vier waren schon beim ersten Abschnitt dabei gewesen.

Zum Eingehen starteten wir nach einer Seilbahnfahrt von Chamonix auf den Mont Brévent mit einer wunderschönen, leichten Aussichtstour mit gewaltigen Ausblicken in das Tal von Chamonix, auf den Montblanc und die Aiguille du Midi und erreichten nach 6 Stunden und 1500 m Abstieg das Dörfchen Les Houches.

Der zweite Tag über den Col de Tricot zum Chalet de Miage war etwas anstrengender, auch weil uns unser Stolz verbot, die Abkürzung mit der Seilbahn zu nehmen. Als wir nach 1400m im Aufstieg und 700 m im Abstieg in Miage ankamen, einer romantischen verschwiegenen Hochalm, genossen wir dieses Gefühl, angekommen zu sein, so sehr, dass uns auch ein riesiger Steinschlag aus der gegenüberliegenden Wand, der das halbe Hochtal in einer Staubwolke verschwinden ließ, nicht mehr sonderlich aus der Ruhe brachte.

Der dritte Tag war unsere Königsetappe. Es war schön zu sehen, dass die 1600 m Aufstieg, die 800m Abstieg und die lange Gehzeit von 10 Stunden uns zwar forderten, aber konditionell noch nicht an unsere Grenzen brachten. Vielleicht lag es auch daran, dass uns bei schönstem Wetter alles geboten wurde, von leichter Talwanderung durch Les Contamines-Montjoie, wo gerade Markttag war, bis auf den Col de la Croix du Bonhomme, immer mit Ausblicken, die süchtig machen.

Und obwohl die folgende Etappe hinüber nach Italien ins Rifugio Elisabetta eigentlich nicht sehr anspruchsvoll war – zwei Pässe mit 1200 m auf und 1500 m ab – forderte sie uns dann doch: Das Wetter schlug um; wir wollten möglichst bald den Col de la Seigne hinter uns haben und beeilten uns deshalb etwas.

Umso leichter machten wir es uns dann auf der letzten Etappe nach Courmayeur hinunter: Ohne weitere Umwege, die wegen des jetzt schlechten Wetters ohnehin keinen großen Lustgewinn mehr gebracht hätten, nahmen wir mehr oder weniger die Diretissima und waren noch so rechtzeitig in Courmayeur, dass wir den Abschluss unserer Tour in einem Restaurant feiern konnten, dessen Niveau wir erst erkannten, als wir schon drin waren und man ganz diskret unsere Rucksäcke und Stöcke in einem Nebenraum verstaute. Es war‘s wert.

Am Morgen unserer Abreise haben wir noch den Start zur UTMB, der Ultra Tour du Mont Blanc verfolgt. Die Typen rennen die komplette TMB mit ihren ganzen 170 km, der Beste in 23 Stunden!

Naja, beim nächsten Mal vielleicht.

Wir haben unsere TMB vollendet.

...2015 … 2017 … färdich!