19. bis 28. Juni 2020 (Freitag bis Sonntag)

Wanderreise nach Island mit Klaus Dörrfuss

Island, die „Insel aus Feuer und Eis“, mit ihren bizarren Lavafeldern, den aufbrausenden Geysiren, ihren blubbernden Schwefelquellen, tosenden Wasserfällen und hochaktiven Vulkanen mit unaussprechlichen Namen, bewohnt nicht nur von Menschen und Tieren, sondern auch von Elfen und Trollen, ist ein wirkliches Traumziel für Wanderer, und diesem Traumziel wollen wir uns auf einer 9-tägigen Wanderreise nähern.

Wir haben uns die Halbinsel Reykjanes und den „Goldenen Kreis“ als Reiseziele ausgesucht und laden Sie ein, die Schönheit Islands von drei verschiedenen Standorten aus kennenzulernen. Dass wir unsere Reise ausgerechnet zur Mittsommerzeit unternehmen und die Nächte nur als kurze Dämmerung erleben werden, tut der Schönheit sicher keinen Abbruch.

Freitag, 19. Juni, Anreise nach Island:

Busabfahrt 12:30 Uhr am Parkplatz Stadthalle Gunzenhausen zum Flughafen München. Von dort um 17:30 Uhr mit der Icelandair nach Kevlavik. Ein Bus bringt uns nach 25 Minuten Fahrt in unser Hotel Northern Light Inn, ca. 4 km vor dem Hafenstädtchen Grindavik.

Samstag, 20. Juni:

Unser Hotel liegt in Steinwurfweite von der berühmten „Blauen Lagune“, einem geothermalen, aber auch touristischen Hotspot ersten Ranges. Man kann in diesem warmen, himmelblau-milchigen See baden. Das ist gesund, hilft gegen Hautkrankheiten, erfordert eine Vorbuchung (nicht nur des Tages, sondern auch der Uhrzeit) und kostet ab 90 Euro aufwärts. Man kann sie auch umwandern, das kostet nichts und das werden wir tun. Wenn wir weiter nach Grindavik hineingehen, stoßen wir auf einen (neu-)heidnischen Sonnentempel, den ein isländischer Künstler und Asenanhänger in den 90’er Jahren errichtet hat, und im Hafengebiet werden wir uns im Ausstellungszentrum Kvikan umsehen. Es widmet sich u.a. Islands einst wichtigstem Exportgut, dem Salzfisch. Grindavik ist noch immer einer der größten Salzfisch-Exporteure der Insel.

Wegstrecke an diesem Tag: ca. 12 km, leichte Wanderung.

Sonntag, 21. Juni:

Unser heutiger Ausflug führt uns an Grindavik vorbei nach Süden zum weithin sichtbaren Leuchtturm Hópsnesviti. Dabei durchlaufen wir bizarre Gesteinsformationen, bis wir auf einer Anhöhe direkt vor dem Leuchtturm stehen. Ein schöner einsamer Ort und bei gutem Wetter ein schönes Plätzchen für eine geruhsame Brotzeit mit beeindruckendem Blick über das Meer und das gesamte Lavafeld rundum. Danach immer an der Brandungsmauer entlang zurück nach Grindavik. Für Freunde morbid-verfallender Orte liegen hier mehrere Schiffswracks, die einst in der gefährlichen Brandung vor dem Hafen havarierten. Zur Geschichte jedes Schiffes gibt es eine kleine Informationstafel. Von Grindavik zurück ins Hotel.

Leichte Wanderung, ca. 16 km Wegstrecke.

Montag, 22. Juni:

Das Hotel hat uns für heute Fahrräder (Mountainbikes) leihweise zur Verfügung gestellt und damit machen wir uns gleich nach dem Frühstück auf den Weg nach Gunnuhver. Es ist das größte Schlammquellengebiet Islands. Überall rundum dampft, zischt und blubbert es, und weil an vielen Stellen gleich unter der Erdoberfläche Temperaturen bis 300° herrschen, halten wir uns strikt an die ausgewiesenen Pfade. Ein bisschen weiter nach Norden hin können wir, wenn wir wollen, auf der „Brücke zwischen den Kontinenten“ ein paarmal zwischen Amerika und Europa hin und her laufen. Hier driften die eurasische und die amerikanische Platte des Erdmantels auseinander.

Anschließend Rückfahrt zum Hotel und nachmittags Abfahrt mit dem Bus zu unserem nächsten Hotel, Gullfoss heißt es, und das nicht ohne Grund (siehe unten).

Gesamtfahrtstrecke mit dem Mountainbike heute: ca. 30 km, eine Kleinigkeit für geübte Radfahrer.

Dienstag, 23. Juni:

Unser Hotel liegt einsam, aber doch in bester Wanderentfernung zu zwei Highlights jeder Islandreise: Etwa vier Kilometer nordwärts stürzt der „goldene“ Wasserfall, der Gullfoss, in eine Schlucht, und etwa 6 km westlich liegt ein geothermales Hochtemperaturfeld mit Islands berühmtesten Geysiren.

Dieses Geysirfeld ist heute das Ziel unserer Wanderung. Etwa 10 km westlich des Hotels gelegen, ist es über eine mäßig befahrene Autostraße zu erreichen. Wir werden es anders machen und weglos, querfeldein über die weite fruchtbare Ebene, dorthin gehen. Wenn wir die großen Serviceeinrichtungen und die Touristenmassen vor uns sehen, sind wir da. Hier liegt der Geysir. Er gab seinen Namen her für alle ähnlichen Springquellen auf der ganzen Welt, die jetzt alle Geysire heißen. Der (Ur-)Geysir ist müde geworden und mag jetzt nicht mehr, aber auf seinen Nachbarn, den Strokkur, ist Verlass. Alle 5 bis 10 Minuten jagt er eine 20-30m hohe Fontäne in die Höhe. Es gibt in diesem Geothermalfeld noch mehrere Geysire und heiße Quellen, und wir werden uns den wild im Wind tanzenden Dampfschwaden nur vorsichtig nähern; sie sind siedend heiß.

Wenn Wetter und Kondition es erlauben, machen wir noch einen kleinen Abstecher zum historischen Gut Haukadalur. Hier war bald nach der Besiedlung Islands eines seiner geistigen Zentren. Die Stille zwischen Bäumen und wilden Blumen steht in wohltuendem Gegensatz zum emsigen Treiben auf dem Geysir-Gebiet.

Am Nachmittag dann zurück ins Hotel, je nach Kondition wieder querfeldein oder eben doch auf der Autostraße.

Wanderstrecke heute: ca. 25 km. Reine Gehzeit: ca. 6 ½ Stunden.

Mittwoch, 24. Juni:

Unser Bus holt uns morgens am Hotel ab und bringt uns nach Thingvellir. Wohl nirgendwo auf der Welt lässt sich besser erkennen als dort, was passiert, wenn das Land auseinander reißt, weil zwei sich bewegende tektonische Platten auseinanderdriften, und kein Ort in Island ist so eng mit der Geschichte des Landes verknüpft wie Thingvellir, wo ab dem Jahr 930 in der „Allmännerschlucht“ jährlich das Parlament, der Althing, tagte. Die Landschaft ist traumhaft schön, westlich der Allmännerschlucht wandert die Nordamerikanische Platte gen Westen, östlich der Rabenschlucht wandert die Eurasische Platte gen Osten, jährlich um ca. 8 mm, und dazwischen wandern wir in etwas höherer Geschwindigkeit auf geschichtsträchtigen und landschaftlich wunderschönen Pfaden.

Welchen Teil des Thingvellir-Nationalparks wir besuchen und welche Wege wir laufen, entscheiden wir kurzfristig vor Ort. Die Allmännerschlucht und den Wasserfall Öxarárfoss lassen wir uns aber ganz sicher nicht entgehen.

Unser Ausflug (einschl. Bus-Hin- und Rückfahrt) dauert ca. 8 Stunden.

Gehzeit ca. 3 – 4 Stunden.

Donnerstag, 25. Juni:

Heute ziehen wir um nach Hveragerdi ins Hotel Frost and Fire. Hveragerdi ist ein Geothermalort mit heißen Quellen. Überall dampft es, und man hat sich die Erdwärme zunutze gemacht, züchtet jetzt in Treibhäusern vor allem Blumen, aber auch Gurken, Tomaten, Paprika, Feigen, Kaffee und Bananen, und im Winter beheizt man die Gehsteige. Unser Hotel liegt am Ortsrand unmittelbar am Fluss, und überall entlang des Flusses sieht man Dampfwolken aufsteigen.

Wir werden heute das Städtchen Hveragerdi erkunden, uns den heißen Quellen mitten im Ort nähern, die Landschaft genießen, einkaufen gehen, im Restaurant Kjöt og Kúnst vielleicht die geothermale Küche probieren oder das Hausbier im Brauhaus Ölverk, oder wir entspannen im Rósakaffi, einem Cafe mitten in einem Gewächshaus, oder wir baden einfach im hauseigenen Hotpot unseres Hotels.

Freitag, 26. Juni:

Wir wandern ins Reykjaladur, das „rauchende Tal“. Von unserem Hotel aus führt der Weg nordwärts entlang des Flusses, entlang heißer Quellen, an einem wunderschönen grün schimmernden Wasserfall vorbei, und wenn irgendwann Schwefelgeruch in der Nase kitzelt, wissen wir, dass wir noch immer auf dem richtigen Weg sind. Wir erreichen dann den Höhepunkt unserer Wanderung: die Badestellen im Bach, wo kochend heißes und kaltes Wasser zusammenfließen und jeder sich seine individuelle Badetemperatur selbst aussuchen kann. Wenn wir dann, je nach Wetter, noch den Ölkelduhnjúkur umrunden, waren wir etwa 4 reine Gehstunden in herrlicher grüner isländischer Traumlandschaft unterwegs.

Samstag, 27. Juni:

Nach dem Frühstück verlassen wir unser Hotel, besteigen den Bus und ziehen um nach Reykjavik ins CenterHotel Skjaldbreid. Wir haben zwei Möglichkeiten: Wir können im Hengill-Gebiet noch einen Halt einlegen und im sehr schönen Wandergebiet rund um den Zentralvulkan Hengill ca. 3 Gehstunden verbringen oder wir fahren durch bis Reykjavik und erkunden die Stadt und das Stadtleben. Unser Hotel liegt mitten in der Stadt am Laugavegur, der Haupteinkaufsstraße Reykjaviks. Wir sollten jetzt soweit Island-erfahren und aklimatisiert sein, dass wir den Tag in freier Verfügung gut selbst gestalten können. Vielleicht sprechen wir auch schon ganz gut isländisch (Sie wissen schon: Þakka Þer kærlega fyrir! und so).

Sonntag, 28. Juni:

Wir werden nach einem sehr frühen Frühstück gegen 08:00 Uhr unser Hotel verlassen und uns per Bus zum Flughafen Kevlavik begeben, denn um 10:45 Uhr geht unser Rückflug nach München. Wenn wir dort um 16:30 Uhr landen, wartet schon unser Bus, der uns zurück nach Gunzenhausen bringt.

Anmerkungen:

Island ist ein außergewöhnliches Reiseziel mit landestypischen Besonderheiten. Eine Besonderheit sind die Preise. Island ist nicht billig, und gerade die Essens- und Verpflegungskosten sind deutlich höher als in Deutschland, auch wenn es relativ günstige Alternativen gibt. Wir bieten deshalb die Reise mit Übernachtung und Frühstück an, nicht wie bisher üblich mit Halbpension. So kann jeder Teilnehmer seine Verpflegungswünsche nach eigenem Gusto erfüllen und niemand wird zu einem abendlichen Halbpensionsdinner, das durchaus in der Preisregion oberhalb von 50 Euro angesiedelt sein kann, gezwungen. Unsere Reisestationen liegen an Orten mit Einkaufsmöglichkeiten und mit einem gewissen gastronomischen Angebot, das von Snackbars bis hin zu hochpreisigen Restaurants reicht.

Wir werden in Island die Exoten sein: Jeder hat ein Auto, und wer als Tourist nicht mit einer Bus-Reisegruppe kommt, mietet sich eines. Entsprechend ist die Infrastruktur. Wir aber sind zu Fuß unterwegs, und nicht jeder in den Reiseführern idyllisch ausgeschriebene Wanderweg ist für uns erreichbar, denn man braucht das Auto, um erstmal dorthin zu kommen. Unsere Ausgangspunkte wurden jedoch so gewählt, dass wir dennoch von jedem Ort aus hervorragende, eigens auf uns zugeschnittene Wanderungen unternehmen können. Für die Transfers zwischen den Hotels und für den Ausflug nach Thingvellir steht uns ein eigener Bus zur Verfügung.

Busabfahrt:

Freitag 19. Juni 12:30 Uhr vom Parkplatz an der Stadthalle.

Rückkehr:

Sonntag 28. Juni ca. 22:00 Uhr

Kosten pro Person:

1.990 Euro im Doppelzimmer
Keine Einzelzimmer!

Im Reisepreis enthalten:

Bustransfer Gunzenhausen-München-Gunzenhausen, Flug München-Kevlavik-München, sämtliche Bustransfers in Island wie ausgeschrieben, Übernachtung mit Frühstück in den oben genannten Hotels, Mountainbike-Miete in Grindavik, täglich geführte Wanderungen wie beschrieben.

Achtung!

Anmeldeschluss: 16. Februar 2020! Begrenzte Teilnehmerzahl: Mindestens 14, höchstens 16 Teilnehmer.

Anmeldung:

per e-mail an dav-gunzenhausen@t-online.de
oder an klaus.doerrfuss@dav-gunzenhausen.de.

telefonische Anmeldungen bei Klaus Dörrfuss, Tel. 09831-6879500
oder 0173-7220540

Info und Leitung:

Klaus Dörrfuss, Tel. 0173-7220540,
e-mail: klaus.doerrfuss@dav-gunzenhausen.de

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