2019 Sektionsfahrt nach Wolkenstein

Unsere Sektionsfahrt führte uns in diesem Jahr ins Herz der Dolomiten, nach Wolkenstein. Sie ist der Höhepunkt in unserem Jahresprogramm, offen für alle Mitglieder der Sektion, unabhängig vom Konditions-, Anspruchs- und Leistungsstand der Teilnehmer. Wir hatten die Wanderleitung auf mehrere Schultern verteilt: Andreas führte die Genusswanderer zu Einkehrmöglichkeiten entlang leicht begehbarer Wege, Klaus stellte an die Kondition seiner Gruppe schon höhere Anforderungen, und Matthias verlangte seinen Gruppenmitgliedern hochalpine und Klettersteigfertigkeiten ab.

Ein mit 42 Mitreisenden vollbesetzter Bus der Firma Hauck setzte sich am Donnerstag, 5. September in Gunzenhausen in Bewegung. Die Stimmung war gut, das Wetter auch, bei der Ankunft in Wolkenstein stellte man fest, dass auch das Hotel sehr gut war, es lag oberhalb von Wolkenstein mitten im Wandergebiet, und die Verpflegung war ein Traum. Ein guter Anfang.

Am Freitag machten sich die drei Wandergruppen auf den Weg. Die Gruppe Andreas kürzte den Aufstieg auf den Col Raiser mit der Seilbahn ab und machte sich auf aussichtsreichem, leicht gehbarem Pfad über Bergwiesen hinweg auf einen Rundweg zur Regensburger Hütte. Ihre Teilnehmer waren die einzigen, die an diesem Tage nicht nass wurden.

Klaus und Matthias stiegen mit ihren Gruppen durch die berüchtigte Langkofelscharte zur Langkofelhütte ab. Dort schwenkte Matthias nach links in den Klettersteig, bestieg mit seiner Gruppe den Plattkofel und kehrte dann an der Südflanke des Langkofels und weiter über das Sellajoch zurück zum Hotel. Klaus führte seine Gruppe weiter bergab über den Monte Pana nach Sankt Christina. Bis heute unvergessen für die Wanderer beider Gruppen bleibt der Korblift, der vom Sellajoch in die Langkofelscharte fährt, und in den man sich im Vorbeifahren mehr oder weniger elegant hineinschwingt, manche rennen auch dem Korb hinterher und werden hineingeschoben. Der Ausstieg geht einfacher: Man wird einfach herausgehoben – wie ein Mehlsack. Für alle eine Riesengaudi.

Und dann kam der Regen. Am Samstag fand nur noch eine sehr verkürzte „Genuss“-Wanderung durch die „Steinerne Stadt“ (und durch den Regen) an der Langkofel-Nordseite statt, ansonsten wurde Plan B ausgerufen mit einer Fahrt nach Bozen ins Messner Mountain Museum und ins Südtiroler Archäologiemuseum mit der Mumie von Ötzi. Und wie zum Hohn schien in Bozen aus blauem Himmel die Sonne, während es in Wolkenstein regnete, später sogar schneite.

Wegen des miserablen Wetters am Sonntag mussten alle Wander-Highlights ausfallen, der Almabtrieb war abgesagt, zu dem sich die drei Wandergruppen am Ende ihrer Touren wieder hätten treffen wollen. Den total verregneten Sonntag rettete jedoch das „Burgfräulein“ der Trostburg, einer auch im Inneren original erhaltenen mittelalterlichen Ritterburg am Eingang des Eisacktals. Die „Trostburg-Tresl“ gewährte der DAV-Truppe eine exklusive Führung durch die Burg. Terese Gröber lebt schon ihr ganzes Leben lang auf der Burg, das Fernsehen, auch das deutsche, hat sie mehrfach porträtiert, und sie gestaltete die Führung so authentisch, so persönlich und mit soviel Herzblut, dass jeder dem Regen dankbar war, denn anders hätte man weder die Burg noch die Frau kennengelernt.

Das am Montag dann wieder gute und sonnige Wetter versöhnte die vor unverbrauchter Energie kaum zu haltende Wandertruppe wieder. Ein sehr schöner Panoramaweg vom Ort Wolkenstein an der gleichnamigen Burgruine vorbei ins Langental bot zum Abschluss wirklich wieder Genusswandern. Die Alternative war ein etwas härterer Abstieg über Fels vom Grödnerjoch, im oberen Wegteil noch durch den frisch gefallenen Schnee, ebenfalls zur Jausenstation ins Langental.

Stefan und Günther gaben mit ihren Gitarren und ihren Liedern, die jeder begeistert und laut mitsang, den Abenden im Hotel einen romantischen Hüttenzauber.

An einer Verbesserung des Reisewetters arbeiten wir noch …

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