2018 Sektionsfahrt nach Saas Fee

Unsere Sektionsfahrt führte in diesem Jahr nach Saas Fee im Wallis. Eine lange Anfahrt mit dem Bus, gewiss. Aber das Ziel, die vielfältigen Tourenmöglichkeiten dort, das Hotel und das gesamte Preis-Leistungsverhältnis entschädigten die Teilnehmer vollauf dafür. Und dass bereits im Vorfeld viel Erwartungshaltung und Vorfreude herrschte, wird aus der außergewöhnlich hohen Anzahl der Anmeldungen deutlich: Wir waren 46 Teilnehmer, und weil niemand von der Reise zurücktreten musste, außer im allerletzten Moment ausgerechnet der Organisator der Fahrt, konnte den Interessenten auf der Warteliste leider nicht zur Mitfahrt verholfen werden.

Wir verfolgten, und das war neu, das Ziel, jedermann aus unserer Sektion, egal welchen Alters, welcher Fitnessstufe, welchen Interessengebietes und welcher Bergerfahrung, ein passendes Angebot zu bieten, ohne die Teilnehmer zu unter- oder überfordern – es war schließlich die Sektionsfahrt. Die Tourenangebote, zum großen Teil bereits vorbegangen und „getestet“, trugen diesem Ziel Rechnung:

Die Genusswanderer nahmen unter Führung von Andreas den sehr schönen, aussichtsreichen Pfad vom Hannig über den Gletschersee zum Café Gletschergrotte in Angriff. Dabei bestand ausreichend Gelegenheit, Ausschau zu halten nach zahmen oder wild lebenden Murmeltieren, und die Süßspeisen im Café Gletschergrotte dürften auch nicht zu verachten gewesen sein. Die Gletscherquerung vom Felskinn hinüber zur Britanniahütte zeigte dann auf, dass auch auf 3000 m leichte und unbeschwerte Wanderungen möglich sind.

Der Höhen-Panoramaweg von Furggstalden über die Almageller Alp hinüber zum Kreuzboden, schön zu gehen, mit großartigem Panorama (und mit zwei wackelnden Hängebrücken), stellte die etwas konditionsbewussteren unter uns und auch die Freunde der Alpenblumen zufrieden; ein Teil des Weges ist auch als Alpenblumenpromenade bezeichnet. Jutta führte diese Tour.

Und Matthias stillte mit seinem Aufstieg vom Mattmark-Stausee über den Gletschertrail hinauf auf die Britanniahütte die Sehnsucht vieler von uns nach hochalpinen Herausforderungen und den Wunsch, konditionell die Grenzen zu suchen. Der Weg, auch über Gletscher hinweg, war gut markiert, der Aufstieg erforderte Kraft und Kondition, aber keine spezielle Gletscherausrüstung.

Unser „Leistungskurs“ mit Jutta hingegen fand sich plötzlich, unabsichtlich, ungeplant und unvorbereitet, im Aufstieg auf das Mittagshorn auf einem Klettersteig wieder. Auch wenn alles gut gegangen ist, so haben wir dennoch nicht vor, solche spontanen Ausritte in die Botanik zu wiederholen. Den unerschrockenen, schwindelfreien und trittsicheren Teilnehmern bleibt somit auf jeden Fall die Erinnerung an ein einmaliges Erlebnis.

Das reine, unbeschwerte Vergnügen für alle, auch für die „Fußgänger“, boten hingegen die Fahrt auf den Mittelallalin mit der unterirdischen Metro Alpin und die Abschlusstour auf die Hohsaas vor der Rückfahrt am Sonntag: Auf dem Mittelallalin aus der „U-Bahn“ ins Sonnenlicht zu treten, das Sommerskigebiet auf 3500 m vor sich ausgebreitet, mehrere Viertausender rundum aufragend (Allalinhorn, Alphubel, Täschhorn, Dom usw.) – ein gewaltiges Erlebnis. Dann noch ein Besuch im Eispavillon – man kann ihn schwer beschreiben, man muss ihn einfach, und wenn auch nur einmal, gesehen haben. Möge der Froschkönig dort die geheimen Wünsche aller Teilnehmer erkannt haben und sich schleunigst an deren Erfüllung machen. Und am Sonntag noch vor der Rückfahrt: Mit der Seilbahn auf die Hohsaas auf 3200 m. Der Rundweg „18 Viertausender“ musste einfach noch sein: Er führt von einem Steinmännchen zum nächsten – 18 Stück, jedes mit der Beschreibung eines der 18 Viertausender, die an diesem Tag (das Wetter und die Fernsicht waren hervorragend) sichtbar waren. Charakteristika, Besteigungsdaten, Schwierigkeiten, Namensherkunft, Geschichte und Geschichten. Sehr interessant, informativ, eindrücklich, einfach schön. Eine magische Stunde für viele von uns.

Die Unterkunft im Hotel wurde von den Teilnehmern als gut bewertet, das Essen als sehr gut bis hervorragend. Und dass der ohnehin schon günstige Reisepreis auch noch die unbeschränkte Nutzung aller Seilbahnen und Busse einschloss, nahm man erst mit Erstaunen und dann mit uneingeschränkter Freude und Zustimmung wahr.

Wir freuen uns, dass unser Konzept eines breit gefächerten Angebotes für alle Ansprüche und Bedürfnisse aufging und dass wir unseren Mitgliedern ein außergewöhnliches Erlebnis bieten konnten. Für uns ist das ein Ansporn, bei unserer nächsten Sektionsfahrt diesem Konzept treu zu bleiben, es vielleicht auch weiter zu entwickeln.

Lassen Sie sich überraschen davon, was wir noch in der Wundertüte haben.

Herzlichst Ihr Klaus Dörrfuss

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