2018 Klettersteige in den Lienzer Dolomiten mit Matthias

Fünf Bergfreunde machten sich am Freitag früh auf den Weg nach Österreich in das Klettergebiet der Lienzer Dolomiten. Neben unserem Tourenführer Matthias waren noch Thomas, Stefan, Jochen und Kay dabei. Mit im Gepäck Klettergurt, Klettersteigset und Steinschlaghelm. Uns erwartete eine wunderbare Wander- und Kletterregion mit mehreren Klettersteigen und mit der Karlsbader Hütte, eine bestens ausgestattete DAV- Hütte.

Nach fast sechsstündiger Fahrt waren wir gegen Mittag in Lienz und dann über eine kleine Mautstraße endlich an unserem Wanderparkplatz bei der Dolomitenhütte angekommen. Nach kurzer Rast statteten wir uns aus und begannen den Aufstieg über den alpinen Bergsteig Rudl Eller Weg. Zunächst ging es noch über Wiesen und durch den Wald. Doch bald wurde es anspruchsvoller und wir durften mit schwerem Rucksack diverse Seilpassagen am Fels entlang klettern. Doch genau das wollten wir ja. Bei besten Wetter, Sonnenschein und guter Fernsicht kamen wir unserem Tagesziel, der Karlsbader Hütte (2260m) immer näher.

Höher und höher stiegen wir hinauf über blühende Bergwiesen und vorbei an den mächtigen Felswänden der Laserzwand und der Großen Sandspitze. Am Einstieg zum Laserz-Klettersteig nutzte Jochen seine Chance und versuchte auf eigenes Risiko mit vollem Gepäck alleine den Klettersteig. Derweil machten wir uns wieder auf den Weg zur Hütte und rechneten nicht vor dem Abendbrot mit unserem Jochen. Auf der Hütte bezogen wir unser Zimmer, machten es uns gemütlich und erkundeten die nähere Umgebung. Auf der Sonnenterrasse genossen wir unser Bier, Kaffee & Kuchen. Plötzlich und viel zu früh stand Jochen wieder vor uns. Den Klettersteig hatte er in Bestzeit durchstiegen und war wieder gesund bei uns an der Hütte angekommen.

Am nächsten Tag hatten wir uns Großes vorgenommen. Der Panorama-Klettersteig mit Schwierigkeiten von A bis D, senkrechten Kletterstellen und mit vielen schönen Ausblicken führte uns über die Große Sandspitze (2770m). Wir waren mit leichtem Gepäck unterwegs und das Wetter meinte es gut mit uns. Bald waren wir am Einstieg und wir legten unsere Klettersteigausrüstung an. Auch der Helm war uns sehr von Nutzen, da immer mal wieder kleinere Steine herunterfielen.

Ruhig und gleichmäßig, mit viel Zeit für Fotos und Eindrücke stiegen wir auf, erreichten den kleinen und großen Laserzkopf, den Daumen und die Große Sandspitze, wo wir Gipfelrast machten. In der Ferne hörten wir Donner und sahen schon Gewitterwolken anrollen. Doch wir hatten Glück. Nur einmal verschwanden wir in Wolken, die uns mit leichtem Nieselregen begrüßten. Dann folgte der Abstieg über die Kleine Sandspitze und die Scharten-Schertel und im Anschluss über endlose Schutthänge der Karlsbader Hütte entgegen, welche wir wohlbehalten erreichten. Den schönen Nachmittag nutzten wir, um am Laserzsee zu verweilen, zu baden und die schöne Umgebung zu genießen.

Am späten Nachmittag wurde es dunkel und es folgte ein Gewitterregen nach dem anderen. Für den nächsten Tag machten wir uns Sorgen wegen unserer geplanten Tour. Auf Grund der Wetterlage entschieden wir uns für eine leichte Bergwanderung zur Großen Gamswiesenspitze (2486m)

Trotz bescheidener Aussichten mit trüben Wetter, vielen Wolken und ständiger Regengefahr machten wir uns am nächsten Tag für die Tour fertig und auf den Weg. Und das Wetter sollte halten. Zunächst wanderten wir im weiten Tal entlang in Richtung Kerschbaumtörl mit Abstieg fast bis hinab zur Kerschbaumer Alm, dann wieder hinauf auf steilen Wegen mit Drahtseilversicherung bis zur Großen Gamswiesenspitze. Auf dem Weg sahen wir auch den Abzweig zum Madonnen-Klettersteig, einem möglichen Tagesziel bei gutem Wetter.

Beim Abstieg in Richtung Karlsbader Hütte lichteten sich dann plötzlich die Wolken. Sonne und blauer Himmel strahlten hervor. Auf der Sonnenterrasse der Berghütte war noch genügend Zeit zum Ausruhen und für eine schöne Brotzeit. Im Anschluss wartete der Abstieg von der Hütte auf dem Normalweg bis zur Dolomitenhütte und zum Parkplatz auf uns, was aber keinerlei Probleme machte. Zufrieden und etwas erschöpft traten wir dann wieder unsere Heimreise an.

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